Gibt es Leben auf anderen Planeten? Ja. Was folgt daraus?

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Die Frage ob es Leben auf anderen Planeten gibt oder zumindest außerirdisches Leben beschäftigte lange Zeit vor Allem die Science Fiction. Nun schallt es allenthalben aus Leitmedien heraus, die Suche nach „Leben im All“ sei in vollem Gange. Es gebe Abermilliarden Planeten die in Frage kämen und so weiter.

Wer es allerdings wörtlich nimmt und vom „Leben im All“ spricht der sollte nicht von der Suche reden, sondern das Ergebnis anerkennen: Ja es gibt Leben im All. Erst kürzlich wurde es nachgewiesen in einem Meteoriten der in Sri Lanka herunter ging. Es sind natürlich nur Mikroorganismen aber das genügt völlig.

Ob es Leben auf anderen Planeten gibt steht noch nicht ganz fest, aber allein schon die Wahrscheinlichkeitstsrechnung legt es wie gesagt nahe.

Zudem wird immer mehr Wasser bzw. Eis in unserem Sonnensystem entdeckt, zuletzt auf dem Merkur. Wo Wasser ist kann auch Leben entstehen lehrt uns die Grundlagenforschung. Wir brauchen also gar nicht so sehr in die Ferne schweifen, unser eigenes Sonnensystem kann die Frage nach dem Leben auf anderen Planeten vielleicht schon bald beantworten.

Ob es intelligentes Leben dort draußen gibt ist eine weitere Frage. Selbst die lässt sich wahrscheinlich bejahen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit. Die Exoplaneten in der „habitablen“ also bewohnbaren Zone hagelt es ja andauernd seit ein Paar Jahren.

Das ist jedoch erst der Anfang, unsere Technologie solche zu entdecken ist noch extrem primitiv. Dennoch konnten bereits potentiell bewohnbare Exoplaneten in einem der uns am nächsten liegenden Sonnensysteme gefunden werden, Tau Ceti, ganze 12 Lichtjahre von uns entfernt.

Mit ein wenig mehr Fortschritt sollte es wirklich kein Problem sein wenigstens ein Paar Sonden oder gar Roboter dorthin zu entsenden.

Doch das wird nicht mal nötig sein. Vermutlich wird schon vorher sichtbar ob es Leben woanders als auf der Erde gibt oder zumindest geben kann. Es braucht also keine beknackten Ufologen. Die Zeitenwende von „wir sind der Gipfel der Schöpfung“ zu „wir sind eine unter vielen“ steht uns bevor. Die viel wichtigere Frage ist: Was folgt daraus?

  • Wird ein ausbeuterischer Imperialismus wie wir ihn von der Erde kennen sich ausbreiten?
  • Werden auf anderen Planeten die Ressourcen ausgebeutet ohne Rücksicht auf Verluste?
  • Werden Konzerne Expeditionen ins All hinaus senden um sich die immensen Profite zu sichern die dort warten?

Natürlich ist das Alles nach wie vor noch Science Fiction. In der Tat lese ich ständig von solchen Zukünften. Das ganze Justifiers Universum von Markus Heitz ist etwa ein solches. Ich lese aber kaum etwas von solchen die lebenswert wären.

Unserer Generation mangelt es scheinbar an visionären Stimmen. Es wäre ratsam sich langsam auf eine positiv verlaufende Zukunft ein zu stimmen. Am besten wir gestalten die Erde so um, dass wir wenigstens auf unserem Heimatplaneten Wohlstand bzw. zumindest Grundversorgung für Alle bereit stellen können.

Denn was nützt es weitere Planeten heim zu suchen wenn wir es nicht mal schaffen diesen vernünftig zu nutzen ohne ihn dabei zu vernichten, und das ganz nebenbei?

  1. Wie könnte ein Leben in einer erstrebenswerten Zukunft aussehen?
  2. Wie könnten wir eine solche „utopische“ Zukunft erreichen?
  3. Was würden wir tun wenn wir zu anderen Planeten fliegen könnten?

Das sind die Fragen die die Science Fiction groß machen. Sinn-entleerte Sternenkriege oder Kriege der Zivilisationen analog zu dem, den wir angeblich gerade führen sind es nicht Wert in die Zukunft verfrachtet zu werden. Fortschritt bedeutet nicht technische Perfektionierung des Tötens.

Welche nachahmenswerten Visionen der Zukunft kennt Ihr? Bitte ergänzen unter dem Beitrag!

* Creative Commons Bild Blue Eye von Daniel Kulinski