Ohne Limit Review: Leiser Science Fiction-Film

In den letzten Monaten habe ich nicht nur etliche Sci-Fi Romane gelesen, sondern auch zahllose Science Fiction-Filme gesehen. Leider ist das Meiste was aus Hollywood an SF-Film stammt nur Dutzendware. Es ist nett anzusehen aber meist kein zweites Mal, so etwa bei Tron oder Mission to Mars die ich erst zuletzt anschaute weil mich weder die Beschreibungen reizten noch die Kritiken ermunterten. Insbesondere der Vergleich mit den SF-Büchern zeigt das niedrige Niveau.

Ganz anders ging es mir bei Ohne Limit von Neil Burger der eigentlich für viele gar kein Science Fiction Film sein dürfte. Weder gibt es Raumschiffe, Zeitreisen noch Außerirdische.

Bei Ohne Limit geht es um den Kosmos in uns drin, um das erweiterte Bewusstsein, oder auch schlicht um Drogen.

Die Geschichte ist leicht erzählt, ein abgehalfterter Schriftsteller (Bradley Cooper) erhält eher zufällig eine Droge namens NZT die das Gehirn so optimierte, dass er von einen Moment auf den anderen ein Genie wird. Aufgaben die ihn früher verzweifeln ließen sind nun ein Kinderspiel.

Leider hat die Droge auch einige unangenehme Nebenwirkungen. Zudem ist er nicht der einzige der sie entdeckt hat und die anderen machen ihm den Vorrat streitig.

Review: Das ist eigentlich alles banal und nicht der Rede wert. Was viel interessanter ist

  • wie sich der Mensch angesichts sich unendlich ausbreitender Möglichkeiten entwickelt
  • wie das Selbstbewusstsein wächst
  • wie Konflikte umgangen oder ausgefochten werden können
  • wie Erfolg und Reichtum ein Fingerschnipsen entfernt ist

Das ist wunderbar anzusehen. Wir freuen uns mit dem Protagonisten und können seine Wünsche und seinen Eifer voll und ganz nachvollziehen.

Leider erklärt Ohne Limit ganz nebenbei das Drogen geil sind und das Risiko daran zu sterben oder schlimmer wert sind.

Das wird bis zum Ende durchgehalten, ein Hollywood Happy End wie wir ihn kennen und hassen. Doch selbst das konnte mit der Film nicht verderben.

Der leise Sci-Fi Unterton, was wäre wenn, trägt den Film bis zum Schluss.

Sehr sehenswert aber ohne Kinder und Jugendliche in der Nähe, die könnten es zu wörtlich nehmen und sofort zur nächstbesten Droge greifen. Wir sind aber nicht in Hollywood.

Übrigens, schon jetzt nehmen etliche Karrieristen Kokain um sich fürs Büro aufzuputschen. Früher oder später folgt da der tiefe Absturz, der Körper lässt sich nicht betrügen und rächt sich bzw. nimmt sich was er braucht.

Früher oder später wird der Mensch Wege finden seinen Verstand zu optimieren ohne den Menschen dabei zu zerstören. Bis dahin ist das noch Science Fiction, aber nicht mehr lange. In den weiteren Hauptrollen Nebenrollen dürfen vor Allem Robert De Niro und Abbie Cornish in den Mittelpunkt. Doch die Bösen haben die wahren Charekterrollen: Einmal der russische Gangster der zufällig ans NZT gerät und und dann der Handlanger eine Konzern-Bosses der fast wie ein Gespenst bedrohlich wirkt.

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